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IBS Workshop Baustelle Brecht Berlin, 23. Juni 2017

Baustelle Brecht / Working with Brecht

Workshop, Berlin, 23. Juni 2017

Am 23. Juni 2017 richtet die International Brecht Society (IBS) in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus einen eintägigen Workshop zu neuen Ansätzen und Impulsen im Umgang mit dem Schaffen Bertolt Brechts aus. Ziel ist ein internationaler Austausch über laufende Forschungsarbeiten und -vorhaben zu Brecht, zur Brecht-Rezeption und zum (in)direkten Fortwirken seines Schaffens in der gegenwärtigen Kunst-, Literatur- und Theaterszene.

Ein übergreifendes Interesse des Workshops betrifft die veränderten und veränderbaren Zustände in der Kunst, im Theater, in den Medien und in der Gesellschaft für die Auseinandersetzung mit Brecht: Sind seine Fragen und Antworten noch aktuell? Wo bieten sich angesichts der Erfahrungen und der Praxis dieses einzigartigen Denkers Anschlussmöglichkeiten für einen kritischen Diskurs?

Geleitet wird der Workshop von Marc Silberman (University of Wisconsin, Madison). Angesprochen sind Doktorandinnen und Doktoranden, Postdoktoranden und Habilitierende, die sich den Interventionen und Herausforderungen im Werk Brechts verpflichtet fühlen. Die Beiträge sollen eine Länge von etwa 30 Minuten haben, den work-in-progress-Charakter offen widerspiegeln und Fragen für die Diskussion hervorheben. Vorgesehen sind kurze Respondenzen von erfahrenen Brecht-Wissenschaftlern. Tagungssprachen sind sowohl Deutsch als auch Englisch.

Am Abend des gleichen Tages ist ein prominent besetztes Rundtischgespräch zum Thema „Theater nach Brecht“ geplant. Darüber hinaus ist für interessierte Workshop-Teilnehmer eine Einführung in das Brecht-Archiv sowie eine Führung durch die Brecht-Weigel-Wohnstätten mit Brechts Handbibliothek vorgesehen.

Marc Silberman/ University of Wisconsin, Madison

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Christian Hippe/ Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

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Donnerstag, den 22. Juni / Thursday, 22 June

15:00   – Begrüßung – Vorstellen / Greetings – introductions

15:30   – Das Brecht-Archiv / Visit to the Brecht Archive (Iliane Thiemann)

16:30   – Begehung der Brecht-Weigel-Gedenkstätte / Visit Brecht-Weigel’s apartment & library

Abend – Theatervorstellung / Theater [if tickets available]

 

Freitag, den 23. Juni / Friday 23 June

9:00 – Marc Silberman, Begrüßung / Greetings

Sitzung I / Session I: 9:15 – 13:00

1. Dani Issler (Israel), Brecht’s Opera Glasses - Thinking with Brecht on Postcolonial Future of Opera

      Respondent: Vera Stegmann (Lehigh University, USA)

2. Sam Williams / Annegret Maerten (London), Trading Brass with Brecht: Towards a Theatre for the Ecological Age

      Respondent: Astrid Oesmann (Rice University, USA)

                        Coffee Break

3. Evan Torner (Univ of Cincinnati, USA), Brecht, Moreno, and Role-playing Games

      Respondent: Sebastian Möring (Universität Potsdam)

4. Nenad Jovanovic (Wright State Univ., USA), Reflexivity / Reflectivity and the Possibility of a Brechtian Nonfictional Moving-Image Artwork

      Respondent: Stephen Brockmann (Carnegie Mellon University, USA)

 

            MITTAGESSEN / LUNCH

 

Sitzung II / Session II: 14:30 – 18:00

5. Milena Massalongo (Mantova, IT), Benjamin-Brecht reloaded: Das Publikum ist der Feind

      Respondenz: Silvia Mazzini (Humboldt-Universität, Berlin)

6. Anja Hartl (Uni Konstanz), Brechts Erbe im britischen Drama des 21. Jahrhunderts: Post-Brechtsche Dialektik im Werk von Caryl Churchill

      Respondenz: Marc Silberman (University of Wisconsin-Madison, USA)

                        Kaffeepause

7. Carolin Sibilak, Brecht-Vertonungen der Nach-Brecht-Zeit: Rezeption, Relevanz und Aktualität Brechts in der Musik der vergangenen Jahrzehnte

      Respondenz: Joachim Lucchesi (Hochschule Ludwigsburg)

8. Andreas Tobler (Bern), Ekstase der Theorie. René Polleschs post-brechtsches Theater

      Respondenz: Marianne Streisand (Hochschule Osnabrück)

 

 

20:00 – 21:30 Theater nach Brecht: Rundgespräch

Mit Günther Heeg, Jürgen Kuttner, Kathrin Röggla und Hans-Thies Lehmann

 

Welche Bedeutung kommt Brecht für das gegenwärtige Theater zu? Sind seine Fragen und Antworten noch aktuell? Wo bieten sich Anschlussmöglichkeiten für eine Brechtisierung des Theaters? Oder gilt es, von seinen ästhetischen Methoden abzurücken.